Amidaʼs Tränen. Romantisches Gedicht in drei Gesängen ― Miltitz
An Nurmahal. Antwort des Europäers ― Arthur vom Nordstern
Das Beyspiel des Herrschers ― Neuffer
Der Araber. Eine romantische Erzählung ― Geib
Der Brunnen der Liebenden. Ungarische Sage ― Th. Hell
Der Renegat. Ballade ― Heyden
Die Einsiedelei von Murviedro. Elegie ― Wolf
Die Erlösung. Romanze ― Sondershausen
Die Kraft des Spruches ― Arthur vom Nordstern
Die Lagernacht (Romanze) ― Krug von Nidda
Douglas ― Arthur vom Nordstern
Gesang der fliehenden Griechen von Parga ― Schwab
Omars Nachkommen (aus dem Zyklus »Spaziergang durch Athen«) ― Schefer
Tunisias. Ein Heldengedicht in zwölf Gesängen ― Pyrker
Vorsehung und Tugend ― Neuffer
Übersetzungen
Gonsalvo von Cordova; Rittergedicht von Florian. Frey übersetzt und in Octaven umgebildet. Zweyte Ausgabe ― Krug von Nidda
Der Corsar. Eine Erzählung ― Aus dem Englischen ∣ Pichler
Der Fels der Treue. Nach Florian ― Aus dem Französischen ∣ Krug von Nidda
Der Gjaur. Bruchstück einer türkischen Erzählung ― Aus dem Englischen ∣ Arthur vom Nordstern
Klagen eines aus Granada vertriebenen Mauren ― Aus dem Spanischen ∣ Malsburg
Klagegesang der Mohren über ihren Heerführer Abdorrahman ― Aus dem Französischen ∣ Geib
Kriegsruf der Moslem ― Aus dem Englischen ∣ Gernot
Nurmahals Lied. Übersetzt aus Lallah Rookh von Thomas Moore ― Aus dem Englischen ∣ Arthur vom Nordstern
Kontexte
- Aladine (Eine morgenländische Erzählung) ― P. [
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Incipit
Die Prinzessinn des Königs von Kaschemir, wo die herrlichen Shawls gearbeitet werden; welche die Schönen des Morgen- und Abendlandes schmücken, beneidet die reitzende Aladine, des Großwessir Tochter, um ihrer außerordentlichen Schönheit willen so sehr, daß sie vor Aerger und Bosheit in eine äußerst gefährliche Krankheit verfiel, die nur durch die Entfernung der überaus Gehaßten geheilt werden konnte. Auf Befehl des Königs . . . mußte sich der Großwessir entschließen, wollte er nicht zugleich Amt und Leben verlieren, seine geliebte Aladine auf den öffentlichen Marktplatz zu führen, und sie zum Kaufe anzutragen . . .
- Alladin ― P. [
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Incipit
Zu Kahira lebte ein junger Kaufmann so lange in den Tag hinein, bis er an den Bettelstab gerieth. Alladin war an sich selbst sonst ein guter Mensch, gesittet, gottesfürchtig, aber leichtsinnig und genußliebend. Jetzt da alles dahin war, ergriffen ihn Reue und Verzweiflung und jagten ihn in die weite Welt, neue Glücksgüter aufzusuchen. Er verließ Weib und Kinder, und bettelte sich bis nach Surz [!, Suez] am rothen Meere. Er sah das rege Leben in dem Hafen . . .
- Brömser von Rüdesheim oder die Todtenmahnung. Ritterroman von C. Hildebrandt ― [
Hathi Teil 1] - Der kühne Ausspruch ― Joh. J. Polt (Der Gesellschafter). In den folgenden Jahrzehnten oft nachgedruckt.
Incipit
Schach Nadir, der Tyrann Persiens, fragte einst einen Derwisch: welches Gebet er für das kräftigste hielte? ― er wolle es an jedem Nachmittag zwanzig Mal hersagen. ― »Großer Schach!« entgegnete der kühne Derwisch; »Dein Schlaf ist dem Herrn des Himmels und der Erde angenehmer als alle Gebete . . .«
- Der Schleyer. Erzählung von D. Ernst Bohl ― [
ANNO]
Incipit
Abdallah, den seine Nachbarn den Weisen nannten, saß Abends vor der Thür seines kleinen Hauses unter dem Dufte der Blüthen und den lieblich glühenden Strahlen der Sonne, die eben niedertauchte, im vertraulichen Gespräch mit seiner Tochter Zaide und der muntern Malik, welche er in ihrem eilften Jahre schon von Sklavenhändlern erkauft, und seinem sanften Kinde zur Gespielinn gegeben hatte . . .
- Ein Besuch im Irrhause. Eine Erzählung des Morgenlands ― Friedr. Weisser [
Národní knihovna ČR]
Incipit
Wißt Ihr, wohin ich Euch heute führen will? sprach der in einen Derwisch verkleidete berühmte Kalif Harun Alraschid, auf einer seiner geheimen Wanderungen durch seine Residenz Bagdad, zu seinen beyden Gefährten, dem Großvezier Giafar, und Mesrur, dem Obersten der Verschnittenen. Wie wollen einmahl aus dem großen Tollhause, in welchem man den Narren ihren rechten Nahmen nicht geben darf, ins kleine treten. Denkt an mich, der tollste von ihnen ist um kein Haar schlimmer, als tausende seiner Brüder, die sogar ein eigenes Gewerbe mit der Weisheit treiben . . .
- Ibrahim (Eine Erzählung von Ziehnert) ― Johann Gottlieb Ziehnert [
MDZ]
Incipit
»Dort liegt mein glückliches Vaterland ― dort, wo die Sonne so freundlich stralend untergeht! Werd‘ ich es wiedersehn? Werd‘ ich die Lieben und Freunde wieder umarmen, die mir so theuer sind? Weinst du noch um deinen Sohn, geliebter, guter Vater? . . .« So seufzte Ibrahim, der Christensklave, auf sein Grabscheit gestützt, an einem reizenden Sommerabende vor der Terrasse des Gartens seines Gebieters, Mehmed Ali, hinaus in das ruhig-glänzende Meer, und trocknete sich den Schweiß von der Stirne . . .
- Theodofred und Zuleima. Altspanische Novelle ― Allwin (= Albert von Carlowitz) [
ANNO]
Incipit
In den ersten Zeiten, wo Muhameds begeisterte Schaaren, bereits im Besitze der weiten Nordküste Afrika’s, unaufhaltsam über die Gaditanische Meerenge drangen, um sich der gesegneten Provinzen Spaniens zu bemächtigen, herrschte in Corduba König Roderich, aus alt-gothischem Stamme entsprossen . . .
- Uebermuth und Menschlichkeit. Scenen aus den Zeiten der Kreuzzüge ― Wilh. Blumenhagen
Incipit
Die Sonne des Orients brannte mit Schmelzgluth auf die rückspiegelnden Stahlharnische der Krieger des Occidents, und dem zerstampften, staubigen Erdboden war die nasse Wetternacht kaum mehr anzusehen. Ermattet vom Morgenkampfe lagerte der siegreiche Heerhaufen des Grafen Joscelin auf blutbegossener Ebene, suchend den Schatten der Palmen und Oelbäume . . .

- Die Pilgerfahrt, oder Die deutschen Ritter in Accon. Großes Ritterschauspiel in vier Aufzügen ― Johann N. von Kalchberg, UA Wien, April 1820

- Almazinde, oder die Höhle Sesam. Romantische Oper in drey Aufzügen nach einer arabischen Erzählung bearbeitet von Herrn Schmidt. Musik von Herrn J. P. Pixis ― UA Wien, April 1820 [zum Werk vgl. den Eintrag zum Jahr 1814]

