▼ Kontexte 1809 — Erzählprosa, Schauspiel, Musiktheater
Adelheid von Hohenwall, oder der Christen Abzug von Jerusalem ― Bertrand
Agan und Ibrahim (erste Fassung) ― Conz
Benhalem und Thirza. Eine Erzählung ― Sommer
Besuche bei den Türken ― Richter
Den Manen des Großveziers Mustapha Bairactar ― v. Held
Die Mode als Türkinn ― Richter
Kontexte

- Der Türke in England, eine wahre Geschichte, die sich im Jahre 1733 zugetragen hat ― Aug. von Kotzebue [
MDZ]
Incipit
Schon mehrere Jahre zuvor war dieser Muselmann nach England gekommen, ließ sich Herby nennen, und galt für sehr reich; denn er hatte ein schönes Landhaus zwey Meilen von London gekauft, welches er mit großen Kosten noch täglich verschönerte. Bey der Wahl desselben schien er besonders auf Einsamkeit bedacht genommen zu haben . . .
Incipit
Es ist Gottes Wille! So stand es geschrieben! Gott ist barmherzig! So sagt der Morgenländer sich tröstend, wenn ihn die Hand des allgewaltigen Schicksals ergreift . . . Abbas der Zweyte, aus dem Geschlechte der Sefi’s, auf welchem die Kraft seines Ahnherrn zuletzt noch ruhte, hatte einen Sohn Sefi Mirza von einer geliebten Dscherkessin. Es war der der Einzige, den ihm das Mädchen gab, und so erhielt Sefi in den Gränzen des Harems alle Freiheit, prächtige Kleider, theuern Schmuck, kostbare Steine, die Spielerey und die Leidenschaft der eingeschlossenen Weiber; der Knabe war so eitel wie ein Weib . . .
- Die drey Gürtel. Eine morgenländische Erzählung, nach dem Französischen des Audrien de S . . . ― [
ANNO]
Incipit
In einem kleinen Dorfe unweit Samarkand wohnten drey junge Mädchen, Namens Kalide, Zelime und Azemi. Kalide und Zelime, mit tausend Reizen begabt, waren in der ganzen Gegend ihrer Schönheit wegen berühmt, und daher ein wenig eitel. Azemi war nicht hübsch, und ihre beyden Gefährtinnen, die sie seit ihrer zartesten Kindheit mit der größten Innigkeit liebte, pflegten bey jeder Gelegenheit zu sagen: »Du wirst nie zum Heirathen kommen, arme Azemi, denn du bist nicht schön genug . . .«
Incipit
Ben Hassan starb. Die Wittwen hatten ihren Versorger, die Waisen ihren Vater verloren. Die Stillen im Lande trauerten, denn die Treue war untergegangen, und, der ihr Wort führte, war nicht mehr. Die Gerechtigkeit sank, und die auf Recht hofften, zitterten, als Ben Hassan starb. Der Vezier war sterblich, zischelten die Höflinge einander zu, und das böse Lächeln sagte: deß sind die Unsrigen froh! . . .

- Die bezauberte Leyer, oder: Allerich und Zaide. Eine komische Zauberoper, in drey Aufzügen. Von Gleich. Die Musik ist von Herrn Kapellmeister Tuczek ― UA Wien, Mai 1809 [
MDZ]
Personen (Auswahl)
Abdallah, Kaliph von Bassora / Zaide, seine Tochter / Bilsinda, Königin von Jerusalem / Prinz Allerich, ihr Bruder / Ritter Harros, Feldherr der deutschen Krieger / Omar, Abdallahs Vertrauter / Albina, Zaidens Zofe / Mehemet, Kadi / Hascha, Halyi, Achmet: Gerichtsbeysitzer / Achmet, Mustapha: Gerichtsschreiber

