Der Befreite. Romanze ― Brachmann
Der beste Arzt ― Haug
Der Kalif und der Fischer ― Pfeffel
Der Löwe und der Esel. Eine Fabel ― Justi
Die Riegersburg ― Hammer
Übersetzungen
Das Stiergefecht ― Aus dem Spanischen ∣ Rottmanner
Die Hinrichtung des Vencomijar, Alcayden von Alhama ― Aus dem Spanischen ∣ Rottmanner
Kontexte

- Das Gastmahl. Ein Mährchen der Scheherazade ― Weisser [
ANNO] (aus Tausendundeiner Nacht)
Incipit
Das Glück und der arme Schakabak, einer der lustigsten und lockersten Brüder in Bagdad, waren eine Zeitlang die besten Freunde. Aber bald kehrte die unbeständigste aller Göttinnen auch ihm den Rücken, und verwies ihn an ihre Stellvertreterin, die Barmherzigkeit, die sich als Schutzpatronin aller Bettler seiner auch in der That so eifrig annahm, daß seine erste Wohlthäterinn in ihrer besten Laune kaum mehr für ihn hätte thun können . . .
- Hassan. Eine morgenländische Erzählung ― K. Stille [
ÖNB]
Incipit
»Sey mir gegrüßt, sey mir gesegnet, liebe Vaterstadt! In dir entsprang der Quell meiner ersten Freuden, der schönen jugendlichen, der heitern, ungetrübten . . .« Hassan’s Mund verstummte bey dieser Erinnerung und sein Auge weinte. Der Weise selbst, dem er sein höheres geistiges Leben verdankte, würde, hätte er ihn weinen gesehn, seine Thränen nicht gemißbilligt haben . . .
- Nunilo und Alodia. Eine spanische Legende ― Wilh. Adolf Lindau [
MDZ]. In späteren Jahren oft wiederabgedruckt.
Incipit
Zwei Schwestern edler Herkunft, von einem maurischen Vater und einer christlichen Mutter stammend, Nunilo und Alodia, kamen als Waisen unter den Schutz eines väterlichen Verwandten, der sich eifrig bemühte, die Mädchen zum Abfall vom christlichen Glauben zu bewegen . . . Denn König Abdorrahman hatte bei Todesstrafe geboten, die Kinder eines maurischen Vaters oder einer maurischen Mutter sollten den muhamedanischen Glauben bekennen, wenn auch einer von den Aeltern christlich gewesen wäre . . .
Incipit
Der weise Omar hatte sich auf das Land begeben. Er wohnte in einem kleinen Hause unter Palmen, unter dem Schirmdache des Friedens. Sein Weib und seine Kinder freuten sich anmuthigen Gegend, in der sie den Garten baueten, der süßen Melonen, die ungepflegt, das Bächlein umrankten, und der Ananas, die sie mit Sorgfalt zogen. Aber noch mehr freueten sie sich der Reden Omars: denn sie waren weise, wie die Ordnung in der Natur . . .
- Über sinnreiche Hoffeste, welche zugleich Volksschauspiele sind (Aus Las guerras civiles de Granada) ― D. [
ANNO]
Auszug S. 193
Es war zur Zeit der vielen Bürgerkriege von Granada, die durch den Haß verschiedener edler Maurischer Stämme sowohl, als auch durch Eifersucht veranlaßt wurden . . . Bey einer solchen Gelegenheit schlug der tapfere Abenamar, um Rache an der ihm untreu gewordenen schönen Galiana und seinem Nebenbuhler Sarazino zu nehmen, dem König von Granada ein großes Fest, an dem in Spanien hochgefeyerten Johannistage, vor . . .
- Zadig, der arme Fischer. Eine Blüthe des Morgenlandes ― Georg Reinbek [
Nachweis musenalm]. Wiederabdruck 1811: [
ANNO], 1821: [
Hathi]
Incipit
Zadig glich einem einzelnen Baume in der Wüste, der einsam da steht, und seine Früchte trägt und seinen Schatten verbreitet; vielleicht warf den Kern ein Wanderer unabsichtlich hin, und der nahe Quell benetzte ihn und gab ihm die Kraft zu keimen, da tränkte der Quell die zarte Pflanze und sie trieb Wurzeln und erstarkte . . . Auch Zadig wußte nicht, wem er sein Leben verdanke; aber Ibrahim, der ehemahls mit reichen Ladungen von Balsora auslief, nach fernen Küsten Arabiens köstliche Spezereyen hinführte, und neue Reichthümer heimbrachte, war der wohlthätige Quell gewesen, der dem zarten Keime Nahrung gab, bis er zum kräftigen Jüngling erstarkte . . .
- Zuleima ― Caroline Pichler [
ÖNB]
Incipit
Es gibt Geschichten, die, wie wohlgetroffene Porträts, Physiognomie und Charakter haben, so daß Jedermann durch den Stempel der Echtheit, den sie an sich tragen, ergriffen und überzeugt wird, etwas Wahres und Wirkliches vor sich zu haben . . . Es war während der Anwesenheit des französischen Heers in Aegypten, in der Schlacht bey den Pyramiden, wo einer der vornehmsten Beys der Mamelucken sein Leben im Treffen verlor. Nach den Gesetzen des Landes war Alles, was er besaß, nach seinem Tode ein Eigenthum der Regierung und ihr verfallen. Seine Witwe besaß jedoch ein eigenes beträchtliches Vermögen, und es lag ihr daran, ihre Ansprüche auf diesen Theil ihrer gemeinschaftlichen Habe geltend zu machen . . .

- Die Wunderlampe ― Libretto Joseph A. Gleich, Musik von Wenzel Müller, UA Prag 1810

