▼ Zyklen | ▼ Übersetzungen | ▲ Satiregedichte
▼ Kontexte 1876 — Erzählprosa, Schauspiel, Musiktheater
Abd-el-Kader. Romanzencyklus ― Hansgirg
Alhambra ― E. Wild
Arabischer Spruch ― Strauß
»Da liegt der Maure unter Palmen« ― K. May / Zuschreibung ist nicht gesichert
Das Sterben ― Frankl
Der Brunnen in der Wüste ― Dyherrn
Der Löwe vom Berge Karkar [Neufassung] ― Hansgirg
Der Märchenerzähler ― Frankl
Der Schwalbe Wiederkehr ― Berghold
Die Mohrenfürstin ― Strauß
Ferdinand Freiligrath [Nachruf] ― Stoltze
Gerhard von Avennes ― Bodenstedt
Gesang in der Wüste. Kaßide ― Frankl
Hafis an Bodenstedt ― Die Bombe
»Hafis besang in süßen Tönen« ― Gampe
In der Oase ― Sturm
In der Wüste ― Alpländer
In Sankt Sophieens Dom ― Pasig
Lied der Wandervögel im Süden ― Moeser
Österreichs Mission ― Pilsner Böse Zungen
Prophetenwink ― Anon. / Der Deutsche Michl
Rache für das Amselfeld! ― Pilsner Böse Zungen
Rainald Porchitus ― Bodenstedt
Ritter und Türke ― Längner
Sprüche ― Frankl
Tamerlan [humoristisches Trinklied] ― Meyer
Wüstenbild ― Eckstein
Wüsten-Bild ― Roderich
Zigeuner (Romanze) ― Kreiten
Zyklus
- Ebenbürtig. Roman in Versen ― Schack
Viertes Buch ― Schack
- Vom Tigris zum Ganges. Episches Gedicht in fünf Büchern ― Baumeister
Übersetzung
Wenn der Sultan nach Ispahan reist ― Aus dem Englischen ∣ Hopp
Kontexte

- Das Ende der Gräfin Patatzky ― F. W. Hackländer [
MDZ]
Incipit
Es war an einem warmen Novemberabend des Jahres 1869, als sich beim trügerischen Lichte eines allerdings glänzenden Sternenhimmels, bei ganz ruhigem Wetter, gänzlicher Windstille und darum spiegelglattem Meere, der Dampfer »Minerva«, dicht an der Hafenmauer von Triest liegend, zur Abfahrt nach Egypten fertig machte . . .
- Das Weib des Harems ― [
MDZ]
Incipit
Unter dem alten Kastanienbaum, der seine weißen, gravitätischen Blüthen kokkett zwischen dem Dunkelgrün der Blätter hervorleuchten ließ, saß ich im kleinen Wirthshaus-Garten draußen in der Vorstadt. Hinter mir rollte unaufhörlich die Kugel, bald auf der glatten Kegelbahn, bald in der holperigen Rinne, und die Kegel purzelten mit vielem Getöse untereinander . . .
- Der türkische Kosak. Erzählung von Hans Wachenhusen ― In Buchform veröffentlicht
- Die Muskih in Kairo ― Adolf Ebeling [
MDZ]
Incipit
Es gibt im Grunde seit dem Regierungsantritte des jetzigen Vicekönigs, also seit 12 Jahren, ein doppeltes Kairo: ein altes und ein neues. Das neue liegt im Westen nach dem Nil hin und besteht aus großartig angelegten Boulevards und breiten macadamisirten Fahrstraßen, mit freien Plätzen und Gartenanlagen, ganz im europäischen und speciell im Pariser Geschmack . . ., Das eigentliche orientalische Leben, das doch für den Fremden immer die Hauptsache bleibt, ist dort nirgends zu finden; um das zu sehen und zu genießen, muß man sich in den alten Stadttheil begeben, wohin der Demolitionshammer noch nicht gekommen ist und auch schwerlich jemals kommen wird . . .
- Ein seltsames Zusammentreffen ― [
MDZ]
Incipit
Der Zufall fügte es im Juni 1859, daß die Großfürstin Konstantin von Rußland mit der Mutter des Sultans Murad zu Tische saß und zwar an keinem geringeren Orte, als im eigenen Harem des Padischah . . . Der Besuch erfolgte an einem Samstag gegen Sonnenuntergang, während der Großfürst, sein Gefolge und das diplomatische Corps in den Gemächern des Sultans speisten. Mit Diamanten, Perlen, Edelsteinen überladen, begab sich die Großfürstin nach der Residenz Beschiktasch . . .
- Leïlet. Novelle von M. Gisela ― Karl May [
KMG]. In der Folge auch unter anderen Titeln gedruckt: »Die Rose von Kahira« (1877), »Am Nil« (1879) u.a.
Incipit
Es war um die Zeit, in welcher die egyptische Sonne ihre Strahlen mit der gesteigerten Gluth auf die lechzende Erde sendet und Jeder, den nicht die Noth hinaus unter den freien Himmel treibt, sich unter den Schutz seines Daches zurückzieht und nach der möglichsten Ruhe und Kühlung strebt. Auch ich lag auf dem weichen Divan meiner gemietheten Wohnung, schlürfte würzigen Mokka und schwelgte in dem Dufte des köstlichen Djebeli, welcher meiner Pfeife entströmte. Die starken, fast fensterlosen Mauern boten dem Sonnenbrande einigen Einhalt . . .

- Achmed oder der Pilger der Liebe. Romantische Oper in zwei Akten nach Washington Irving’s Alhambra Märchen gedichtet und componirt von L. Tarnowski ― [
ÖNB]
Bühnenanweisung
Terrasse eines Mauritanischen [!] Königs-Schlosses, ferne Aussicht aufs Meer, üppige Vegetation, zwischen Blumen ein Springbrunnen, in der Mitte der Bühne auf einem Divan schläft Prinz Achmed
Personen
König von Castilien / Dolorez, seine Tochter / Prinz Achmed / Benabban, sein Wächter / Drei Ritter / Verschiedene Chöre, Vogelgestalten, Nachtigall, Geister und Thier-Gestalten
- Fatinitza. Komische Oper in drei Akten (mit Benützung eines, dem Faublas entlehnten, älteren französischen Stoffes) von F. Zell und Richard Genée. Musik von Franz von Suppé ― UA Wien, Januar 1876 [
MDZ]
Schauplatz
Die Handlung spielt im ersten Akte im Lager vor Isaktscha, im zweiten Akte im Harem Izzet Pascha’s, und im dritten Akte im Palais Kantschukoff’s in Odessa, während des Krim-Feldzuges
Personen (Auswahl)
Graf Timofey, russischer General / Fürstin Lydia Iwanowna Uschakoff, seine Nichte / Izzet Pascha, Gouverneur der türkischen Festung Isaktscha / Wasil Andrejwitsch Starawieff, Capitän / Cadetten / Julian von Golz, Special-Berichterstatter einer großen deutschen Zeitschrift / Hassan-Bey, Führer einer Schaar Baschi-Bozuks / Nursidah, Zuleika, Diona, Besika: Izzet Pascha’s Freuen / Mustapha, Haremswächter / Wuika, ein Bulgare / Eine Mohrin
Stumme Personen des Karagois (Schattenspieles)
Fürst Jussuf / Surema, seine Tochter / Ben Jemin, ihr Sklave / Fatime, Niridha: zwei alte Hofdamen / Achmet, ein Menagerie-Wächter

