Die Rose von Schiras ― Knebel
Morgenländisches Lied ― S. Schmidt
Salaheddin ― Justi
Veit und Zalinde (die fünfte Elegie aus dem Zyklus »Der Tag unter Trümmern«) ― Woltmann
Zemire, eine Erzählung ― Sommer
Übersetzungen
Aus: Stimmen der Völker / Vom Cid ― Seckendorf
Die fünf Mohrenkönige ― Aus dem Spanischen ∣ Seckendorf
Die Schlacht bei Sierra Bermeja ― Aus dem Spanischen ∣ Seckendorf
Vom Beinamen des Cid ― Aus dem Spanischen ∣ Seckendorf
Zayde und Zayda ― Aus dem Spanischen ∣ Seckendorf
Kontexte

- Bozaldab, eine morgenländische Erzählung ― [
TU Braunschweig]. Aus dem Englischen. Andere Fassung eines bereits 1801 veröffentlichten Texts (s. dort). Ähnliche Versionen, teils udT »Die Weisheit und Güte Gottes bey den Leiden dieses Lebens«, wurden in späteren Jahren in weiteren Zeitschriften gedruckt
Incipit
Bozaldab, Kalif von Aegypten, hatte viele Jahre hindurch in den seidnen Gezelten des Vergnügens sicher gewohnt, und an jedem Morgen sein Haupt mit dem Oele der Freuden gesalbet, als sein einziger Sohn, Aboram, für den er seine Schätze von Gold gesammelt hatte, für den er sein Gebiete durch Eroberungen erweiterte, und es durch unüberwindliche Festungen sicherte, plötzlich auf der Jagd durch einen Pfeil von unbekannter Hand verwundet wurde, und auf offnem Felde starb . . .
- Der grose [!] Rechnung ― Christian Ernst von Bentzel-Sternau [
MDZ]
Incipit
Lebensmüde begab sich Mesru nach der einsamen Wüste, suchte und fand eine Höhle mit heller Quelle versehen, von einigen fruchtbaren Dattelbäumen umgeben, und fasste in ihrem stillen Schoose festen Fuß. Hier will ich meine vergangne Thorheiten beweinen, sprach er, in Reue und Buse mich abhärmen, frommer Betrachtung allein leben . . .
- Der Shâh und der Einsiedler ― [
MDZ]
Incipit
Glänzend und geräuschvoll, ein Sitz der Vergnügungsjagd, der Prunksucht und der Wollust, war der Hof Al Walid’s, Shâhs von Persien. Ispahan, die stolze Residenz am Senderud, gewann unter seinem Szepter ein völlig neues Ansehen . . . Ewige Freude und unaufhörlicher Taumel, schwelgender Genuß und die verfeinerte Ueppigkeit mit ächt orientalischem Pomp verbrämt, hatten in den Pallästen des Regenten ihren steten Wohnplatz aufgeschlagen . . .
- Der theure und doch wohlfeile Rath ― Johannes Eremita (= Joh. Christoph Gretschel) [
MDZ]
Incipit
Ein Tatarischer Chan machte mit einigen seiner Hofleute eine Lustreise durch einen Theil seiner Provinzen, und begegnete eines Tages einem Derwisch, welcher unaufhörlich und mit lauter Stimme rief: »Wer mir hundert Goldstücke giebt, dem will ich einen guten Rath geben!« . . .
- Die Bildung ― Christian Ernst von Bentzel-Sternau [
MDZ]
Incipit
Arabiens Gefilde wurden von Wölfen verwüstet; ihre Wuth schonte auch der friedlichsten Thiere nicht. Da trat ein Weiser zu den Priestern, und sprach: Warum lehrt ihr sie nicht im empfänglichen Alter die Tugend kennen? . . .
- Felsen-Logik ― Christian Ernst von Bentzel-Sternau [
MDZ]
Incipit
Machmud war aus einem armen Sklaven zum reichen Manne geworden. Der Zufall, welcher ihn auf die unterste Sprosse der hohen Leiter stellte, half ihm schnell hinauf, das Glück lächelte ihm freundlich, sein Talent erwachte am Strahl des Erfolgs, wie der Blumenflor an dem warmen Hauche des Frühlings . . .
- Morad. Eine Erzählung aus der orientalischen Welt ― 2 Teile [
MDZ Teil 1 ― MDZ Teil 2]
Incipit Teil 1
In der Hauptstadt des türkischen Reiches lebte Kaled Beki. Er war ein biederer rechtlicher Mann, der durch eine unermüdete Thätigkeit ein großes Vermögen erworben hatte. Von dem Entschlusse beseelt, die wenigen Jahre seines Daseins sich und seinem noch im Knabenalter lebenden Sohne zu weihen, entzog er sich endlich aller Geschäfte und führte im Gewühle der Hauptstadt einen stillen und unbemerklichen Haushalt . . .
Incipit Teil 2
Man kann sich leicht vorstellen, in welcher Stimmung und Denkart gegen Istambol und die Menschen überhaupt, Morad seine Reise begann. Er hatte seinen Weg angetreten, ohne zu äußern, noch selbst zu wissen, wohin er ihn einschlagen will. Und er war schon einige Parasangen gereist, ohne . . .
- Morgenländische Anekdoten und Miszellen ― [
MDZ]
Incipit Nr. 1
Ein armer Türk, der bei einem fränkischen Kaufmanne als Gartenarbeiter sein Brod verdiente, hatte vor vielen Jahren einen Mord begangen. Unversehens kam ein Vezir als Großinquisitor an den Ort, wo sich dieses zugetragen hatte . . .
Incipit Nr. 2
Ein König von Persien hatte in einer schweren Krankheit das Gelübde gethan, daß er eine ansehnliche Geldsumme unter die Mönche austheilen lassen wolle, wenn er gesund würde. Es ward es und gab einem Sklaven einen Beutel mit Geld, um es zu dem versprochenen Gebrauch anzuwenden. Der Sklave kam mit dem vollen Beutel wieder, und sagte, daß er keine Mönche angetroffen habe . . .
Incipit Nr. 3
Der Sohn des Aaron Veschide, schreibt Sadi, wollte einen Mann bei’m Kadi verklagen, der seine Mutter geschimpft hatte . . .
Incipit Nr. 5
Ein Derwisch, sagt Sadi, wurde seiner Frömmigkeit wegen in ganz Bagdad verehrt; das Volk und die Großen hatten Vertrauen zu seinem Gebete. Hoschas Joseph, ein mächtiger Tyrann, kam zu ihm und sagte . . .
Incipit Nr. 6
Der Khalif Mahadi war ein großer Liebhaber der Jagd. Als er sich einmal verirrt hatte, kam er zu einer Hütte eines Landmanns und forderte zu trinken. Dieser brachte einen Krug mit Wasser, und der Khalif trank ein paar Züge .. .
Incipit Nr. 7
Ein Gesetzgeber, wird in einer morgenländischen Erzählung gesagt, wollte einem Staate eine neue Gestalt geben. Um ihn geschwinder aus seinem zweifelhaften Zustande zu ziehen, vermehrte er die Gesetze. Unterdessen befiel ihn eine Krankheit . . .
- Selim und Fatime. Eine morgenländische Erzählung ― [Frankfurter Taschenkalender für freundschaftliche Cirkel auf das Jahr 1806]
- Topal Osman ― [
MDZ]
Incipit
Osman erhielt in dem Serai des Großherrn die Erziehung, welche sonst ausschließlich für die Tributkinder, welche von Geburt Christen waren, bestimmt war. Späterhin haben selbst Muselmänner sich für ihre eigenen Kinder um solche Stellen beworben, so daß gegenwärtig fast sämmtliche Eleven im Serai türkischen Ursprungs sind. 1698, ungefähr 25 Jahre alt, verließ Osman die kleine Welt des kaiserlichen Pallasts und seine reizenden Umgebungen, um einen Befehl des Großsultans nach Kairo zu bringen . . .

- Der graue Lehrling [dramatische Dichtung] ― Christian Ernst von Bentzel-Sternau [
MDZ]
Personen
Der Khan / Der Emir / Der Kadi / Der Schazmeister / Der Aga / Der Mollah / Der Wesir / Die Sklavin
- Der grose [!] Zwek [dramatische Dichtung] ― Christian Ernst von Bentzel-Sternau [
MDZ]
Personen
Der Jüngling / Der Greis / Der Weise / Der Wesir / Der Derwisch / Der Kaufmann / Der Dilettant
- Die Pyramiden. Ein Schauspiel in fünf Aufzügen. Nach der Geschichte von Aylo und Dschadina frey bearbeitet ― [
MDZ]
Schauplatz/Bühnenanweisungen
(1. Aufzug) Das Theater ist eine schauerliche Wüste, an der Seite Felsenwände; an der vordersten Coulisse ragen die Zweige eines fruchttragenden Dattelbaumes hervor / (2. Aufzug) Platz vor der Sophien-Moschee zu Alexandria. Vor der Moschee brennen Pechpfannen . . . Einige Türken gehen, nachdem sie Weihwasser nahmen und an der Treppe sich mit emporgehobenen Armen tief gegen Morgen zu verbeugten, in die Moschee / (3. Aufzug) Saal im Harem. Auf prächtigen Polstern Aurora / (4. Aufzug) Gegend im alten Hafen von Alexandria. Ein Eingang in die Ruinen, die am Hafen liegen. Das Wasser rauscht noch unruhig vom Sturme der vergangenen Nacht. Der Tag graut / (5. Aufzug) Ein kurzes, hell-erleuchtetes unterirdisches Gemach
Personen (Auswahl)
Haimanout, Bassa von Alexandria / Selima, seine verstoßene Gemahlin / Aylo, sein Sohn / Dschadina, seine Tochter / Jeronimo, der Kopten Patriarch zu Alexandria / Kara Hassan, Renegat, Vezier, 26 Jahre / Ein Iman, 40 Jahre / Zoradine, eine geborne Gräfin, mit Dschadina erzogen, 18 Jahre / Der Aga des Harems / Ein alter Derwisch / Ein türkisches Weib

