1842

  • Alles zum Guten ― Rau
  • Alte SitteLevitschnigg

Zyklen

  • Morgenländische Sagen ― Ferrand

Übersetzungen


Kontexte

INCIPIT. Es gibt Menschen, deren Leben eine solche Kette von Ungemach ist, das aus wolkenlosem Himmel auf sie fällt, daß sie endlich betäubt werden, und dastehen, und den Hagel auf sich ergehen lassen: so wie es auch wieder Andere gibt, die unverschuldetes Glück mit so ausgesuchtem Eigensinne begünstiget, daß es scheint, als kehrten sich in einem gegebenen Falle die Naturgesetze um . . . Es ist der Jude Abdias, von dem ich erzählen will . . . Tief in den Wüsten des Atlas steht eine alte geheimnißvolle Römerstadt, sie ist verfallen, hat seit Jahrhunderten keinen Namen mehr, und keine Bewohner, der Europäer wußte bis in die neueste Zeit gar nicht einmal ihr Dasein, und der Berber, wenn er auf seinem schnellen Rosse vorüberjagte . . .
INCIPIT. Aus den klaren Fluten des Bosporus ragt etwas nördlich von Skutari eine Inselgruppe hervor; die eine dieser Inseln, die gleich Vorposten in der Straße von Konstantinopel daliegen, heißt das Grab der Jungfrau. Nur selten und nie ohne Furcht wagt sich der abergläubische Fischer mit der leichten Kaik an die Insel heran, denn Sage und Geschichte haben sie seit Jahrhunderten in Verruf gebracht . . .
INCIPIT. Lieber Herr J***, ich befinde mich augenblicklich hier, zu Therapia, und habe die Rosengärten des Palastes Ihres Gesandten und des unsrigen vor Augen. Ich sehe das Kupfergewand der Fregatten, die in dem Golf, den beiden Palästen gegenüber, vor Anker liegen, in der Sonne blitzen. Die Landschaft, an welcher ich mich von einer Terrasse aus weide, ist bewunderungswürdig . . .
INCIPIT. Egypten gleich in gewisser Art manchen Frauen und Blumen; es ist schöner des Nachts, als am Tage. Die Reize der Nächte wiegen jenen einförmigen, langweiligen Glanz reichlich auf. Die Nacht verjagt das glühende Gespenst des Tages; bei ihrer Annäherung erwacht die Natur und hört auf, ein chaotisches Gewirr zu sein . . .
INCIPIT. In wunderherrlicher heller Sternennacht saßen Fatime, die Tochter Mohammed's, und Ali, sein Neffe, auf dem flachen Dache des Hauses im traulichen Gespräch zusammen. Die Seelen des Jünglings und des Mädchens lagen so klar, so einfach-unendlich vor einander, wie der Himmel über ihnen mit seinen prächtigen Sternen . . .