Aline (Novelle in Romanzen) ― Krug von Nidda
An — — — mit Uebersendung eines blauseidenen Schnürchens ― Th. Hell
Blumen aus dem Orient ― Marsano
Das Gefecht ― Willy
Der Chalif ― Geib
Der Dieb. Morgenländische Erzählung ― Conz
Der Glückliche. Nach einer bekannten Fabel [Nach einem persischen Mährchen] ― Elsholtz
Der Sultan ― Anonym
Der treue Knappe. Eine vaterländische Sage aus der Schlacht bei Radkersburg im J. 1418 ― Leitner
Die frohe Nacht. Am 11. Sept. 1683 ― Seidl
Die keusche Anahid (Persische Mythe) ― Gerhard
Die Lehre vom Schnupftuch. Bei Uebersendung eines Battisttuches ― Th. Hell
Die neuen Kreuzritter ― W. Müller
Die seltsame Audienz ― Wend
Dobotzi ― Wend
»Ein Fichtenbaum steht einsam« (Lyrisches Intermezzo XXXI) ― Heine
El Schanfari-ben-el-us, vom Stamm Asd. Balladenkranz ― Seidl
Georg Castriotto, genannt Skanderbeg, und Moses ― Wend
Ghasel ― Manfred-Dräxler
Laura und Zaimor. Eine Dichtung in zwölf Romanzen ― Marsano
»Man küsst die Hand« [Rätselsonett] ― Sondershausen
Mein Selam ― Leitner
Pötzleinsdorf bei Wien ― Hammer
Romanze ― Marsano
Seinem hochverehrten Freunde, Joseph von Hammer, nach Durchlesung der von ihm verehrten Trilogie ― N. Müller
Weissagung über Griechenlands Loos ― Richard
Zyklen
- Aus dem Zyklus Griechenlieder ― Stieglitz
Übersetzungen
Das unterbrochne Liebesfest. Nach Gongora ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Der Galerensclav. Nach Gongora ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Der Ungetreue (Maurisch) ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Die arme Suse (Nach dem Magyarischen) ― Aus dem Ungarischen ∣ Mailáth
Griechenland. Aus dem Englischen des Thomas Campbell ― Anonym
Liebessehnsucht (Maurisch) ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Romanze [»Guter Nunio, guter Nunio«] ― Aus dem Spanischen ∣ Haas von Oertingen
Romanze von der Infantin Julianessa. Nach dem Alt-Spanischen ― Pandin
Aus Spanische Romanzen ― Pandin
Die belagerte Ritterburg [Romanze] ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Die Belagerung und Einnahme von Alchama. Altspanische Romanze [1822] ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Die gefangene Christin [Romanze] ― Aus dem Spanischen ∣ Pandin
Kontexte
![]()
- Agobar, der Renegat, oder die Jungfrau des Sevennengebirges und Clodomir der Abtrünnige. [. . .] Romantisches Gemälde aus dem Kriegskampf der spanischen Mauren um die Krone von Frankreich. Frei nach der fünften Auflage des französischen Originals von Vicomte d’Arlincourt bearbeitet ― [
Hathi Teil 1 ― Teil 2] - Blätter des Orients (Mitgetheilt von Fior d’Espino), 1-13 ― Wolfgang A. Gerle [
Národní knihovna ČR 1-2 ― 3-5 ― 6-7 ― 8-9 ― 10-12 ― 13]
Incipit (1-13)
1. Die beiden Krüge. Ein Cadi von Coniz unterdrückte die Gerechtigkeit mittelst klingender Münze. Ein Prozeß, in den Naswiddin-Kadscha [!] verwickelt worden war, gab ihm den Entschluß ein, diesen ungerechten Richter zu entlarven . . .
2. Die Nachkommen Mohammeds. Ein Syed hatte Streit, und im Lauf des Wortwechsels sagte er zu seinem Gegner: »Wie wagst du es, Mensch, mir zu widersprechen, und mich zu schelten, da dir doch in dem heiligen Koran befohlen ist, nach jedem Gebet mir Ehrfurcht zu beweisen, und mich zu segnen! . . .«
3. Der Eßlustige. Hadschah, Vesir des Khalifs Abdulmelik, wurde mehr für einen barbarischen, als strengen General gehalten. Er zog Fremde zu seiner Tafel, weniger um sie zu speisen, als um sie zittern zu machen. Ein Araber der Wüste, der sehr gefräßig war, und der einst unter der Zahl seiner Schmarotzer erschien, aß von Allem mit großer Gierigkeit . . .
4. Der freimüthige Hirt. Darius, König von Persien, entfernte sich einst auf der Jagd von seinem Gefolge, und kam in einer Wiese an, wo eine große Menge Pferde weideten. Er sah einen Menschen auf sich zukommen, der mit einer Lanze und einem Messer bewaffnet war . . .
5. Die sinnreiche Auslegung. Der Khalif Abdulmelik ließ an der Moschee von Jerusalem, die auf den Ruinen des Tempels Salomos errichtet war, ein prächtiges Thor bauen. Der General seiner Truppen, mit Namen Hadschah, ließ eins auf seine Kosten an der entgegen gesetzten Seite derselben Moschee aufführen . . .
6. Die Traumdeuter. Ein Khalif, dem geträumt hatte, daß er alle Zähne verloren habe, wollte sich diesen Traum auslegen lassen. Der Astrolog, der zu Rathe gezogen wurde, antwortete . . .
7. Der Richterspruch: Zwei Araber setzten sich nieder zu essen; der eine hatte fünf Brote, der andere drei. Ein Fremder, der vorbei ging, bat um die Erlaubnis, an ihrem Mahl Theil zu nehmen, welches sie gern bewilligten . . .
8. Das zweifache Geschenk. Ibn-El-Khaijat-El-Mekki erschien eines Tages vor dem Khalifen Mehedi und deklamirte ihm Verse vor, die er zu seinem Lobe verfertigt hatte. Mehedi ließ ihm fünftausend Drachmen auszahlen. Der Dichter bat ihn, wie er ihm dankte, um die Erlaubniß, ihm die Hand küßen zu dürfen . . .
9. Das Vergängliche. Ein indischer Weise lustwandelte einst in einem Garten, der mit einem glanzvollen Pallaste geziert war, und wo bunte Pracht und mannigfaltige Schönheit sein Auge ergötzten. Der Becher der wie die Morgenröthe gefärbten Rose löste ihren purpurnen Gürtel . . .
10. Der größere Esser. Muhamed und Ali aßen einst Datteln mit einander, wo der erstere heimlich alle Schalen auf den Teller des letztern legte, und sprach, als sie abgegessen hatten . . .
11. Der Klügere gibt nach. Ein Soldat ritt auf einem fehlerhaften Maulesel, als plötzlich, da er vor irgend Etwas auf der Straße zurückschrack, der Zügel riß, und er davon lief . . .
12. Die Natur des Weines. Als man den Weinstock gepflanzt hatte, benetzte man ihn mit dem Blute des Pfau’s; als er Blätter getrieben hatte, benetzte man ihn mit dem Blute eines Affen; als er Trauben hervorgebracht hatte, benetzte man ihn mit dem Blute eines Löwen; und als die Trauben reif waren, benetzte man ihn mit dem Blute eines Schweins . . .
13. Das Geheimniß. Ein türkischer Bauer merkte, wie er eines Tages ein Feld urbar machen wollte, welches ihm, um nach Kräften zu nützen, überlassen worden war, daß seiner Hacke ein breite Stein Widerstand bot, an den ein großer Ring befestigt war. Er hob ihn auf und entdeckte eine Treppe . . .
- Der abtrünnige Ritter ― Amadäus (= Wolfgang A. Gerle) [
Národní digitální knihovna] [s.a. Archivdatenbank des Goethe- und Schiller-Archivs]
Auszug S. 70
Als Fräulein Deodata in tiefes Sinnen versunken, an den Burggraben kam, fand sie daselbst einen alten Krieger vom kaiserlichen Heere, der war schier von Kleidung entblößt, und bat um eine milde Gabe, die ihm freundlich verhießen wurde, zugleich aber fragte das Fräulein, wie es mit dem Kriege gegen die Türken ergehe, und auf ihre Bitte erzählte der alte Kriegsmann mit folgenden Worten . . .
- Der Apfelbaum [persische Novelle] ― Fior d’Espino (= Wolfgang A. Gerle) [
Národní digitální knihovna]. Illustration zum Text: [
Národní knihovna ČR]
Incipit
In einer Provinz des persischen Reiches lebte einst ein schlichter Landmann, dessen einziges Besitzthum ein kleiner Garten, sein einziges Geschäft die Pflege dieses Gartens war, in welchem unter andern ein Apfelbaum stand, dessen balsamische Früchte viele Meilen im Umkreise berühmt waren . . .
- Der Diamant ― Fior d’Espino (= Wolfgang A. Gerle) [
Národní knihovna ČR]
Incipit
Ein Moslem, der von Cairo nach Mekka reiste, besaß einen sehr schönen Diamant; er fürchtete ihn unterwegs zu verlieren, und übergab ihn daher, aus gar zu großer Vorsichtigkeit, einem reichen Juwelier, mit der Bitte, denselben bis zu seiner Rückkehr aufzubewahren. Da er den Diamant sorgfältig eingepackt, und in eine Schachtel gelegt hatte, reiste der fromme Pilger mit ruhigem Gemüth ab, und foderte, sobald er von seiner Reise zurückgekehrt war, von dem Juwelier das ihm vertraute Eigenthum zurück . . .
- Der Richterspruch (Nach dem Russischen des Hrn. von Bulgarin, übersetzt von Leonhard Baron v. Budberg) ― [
ANNO]
Incipit
Das Richteramt besteht in des Gesetzes Erfüllung, sagte Catharina die Große in ihrer Instruktion zur Gesetzgebung, im 9. Abschnitt und 98. Paragraph. Eines Tages eilten wie gewöhnlich nach geendigter Frühmesse die Bewohner Granada’s zum Sitze der Themis, wo die vom Chalifen erwählten Aeltesten Gericht hegten und Recht dem Volke sprachen . . .
- Der Ritter und der Sultan ― [
Národní digitální knihovna] (= Prosafassung der Ballade »Der Ritterorden« von Ludwig H. von Nicolay, die in Voß’ Musen-Almanach für 1790 erschienen war)
Incipit
Saladin hatte bereits durch Tapferkeit und Glück den größten Theil des Morgenlandes der Christenheit entrissen, als die Kreuzfahrer ihm in einer wilden Feldschlacht entgegen traten. Ritter Toron war der Held des Tages; aber obschon er ganze Schaaren der Ungläubigen im Angesichte ihres Sultans niederschmetterte, siegte am Ende doch die Uibermacht, und mit vielen seiner Brüder ward auch Toron vor den Thron Saladins gebracht . . .
- Der Schah im Bade oder die Verhüllten ― Franz Maria Nell
Incipit
Alle seine Feinde hatte Ardeschir überwunden; der Mächtigste aus tausendjährigem Königsgeschlechte waltete er allgebiethend über Asien; das Reich der Parsen dem er entstproßen, dankte seinem Schwerte die Weltherrschaft. Ruhig war Asien geworden, weil Ardeschir’s Heere es nicht mehr wie Sturmwolken durchzogen . . .
- Der Sultan und der Magier. Eine morgenländische Erzählung ― Karl Geib [
UB Heidelberg]
Incipit
Eine Stelle des Koran lautet: »Im Schimmer des Morgenlichtes trat der Engel Gabriel vor Mahomet’s Lager, reichte ihm die Hand, und gebot ihm, sich zu erheben, damit er alle Wunder schaue in den sieben Himmeln, dem Paradies und der Hölle. Mahomet folgte dem Engel, sah alle Wunder, hatte 90,000 Unterredungen mit Gott, und wurde dann wieder sanft auf sein Lager gebracht . . .«
- Der Vicekönig von Grenada. Novelle von K. F. Wagner ― [
Národní digitální knihovna]. Illustration zum Text: [
Národní digitální knihovna]
Incipit
Prinz Muley, Sohn des Königs von Marocco, hatte sich zur Nachtzeit auf der Jagd verirrt, und hörte aus einer Felsenschlucht Töne der Angst; als er sich dahin begab, erblickte er beim matten Licht einer Fackel, die in einer Fensterritze steckte, ein schönes Mädchen, das sich, so viel es ihre Kräfte erlaubten, gegen einen Mauren vertheidigte, der versuchte ihr die Hände zu binden . . .
- Die beiden Wünsche ― [
Národní digitální knihovna]
Incipit
Ein junger Sultan von Babylon, welcher so eben den Thron bestiegen, wollte eines Tages den Schatz besuchen, den sein Vater, (der nichts gethan, als Gold auf Gold gehäuft) gesammelt hatte. Ein alter Vezier des verstorbenen Fürsten, der gegen den Gebrauch in seiner Würde geblieben war, führte den Prinzen, mit einer Fackel in der Hand, in die Gruft . . .
- Die Prinzessin mit den Rosen und der Kater mit den Dornen. Ein Mährchen (Aus dem Dänischen des Fräuleins M. J. Jeßen) ― Laurits Kruse [
ANNO]
Incipit
Obgleich Ibrahim der ärmste Mann im ganzen Orient war, besaß er jedoch die schönste Tochter, auf welche die orientalische Sonne je ihre Strahlen geworfen hatte. Der Ruf ihrer Schönheit gelangte bald zu den Ohren des regierenden Sultans, und ― der Sultan Ali überschüttete den armen Ibrahim mit Schätzen, und nahm die Tochter in sein Serail . . .
- Die Unsichtbaren ― Johann Jos. Polt [
Národní knihovna ČR]
Incipit
Der Kalife Harun al Raschid, wandelte eines Abends mit dem Großvezier und dem Obersten der Verschnittenen durch die Straßen Bagdad, wie er es gar oft that, um sich selbst zu überzeugen, ob seine Befehle und Anordnungen auch gehörig befolgt würden. Ein gewaltiger Lärm in einem Wirthshause nächst dem Flusse Tigris zog seine Aufmerksamkeit auf sich . . .
- Die Wahnsinnige ― [
Śląska Biblioteka Cyfrowa Teil 1 ― Teil 2]
Auszug S. 3
Es war in diesem Lande damals Gebrauch, gefangene Christen an dem Geburtstag des Sultans dem Tode zu weihen, um die Feier des Festes zu erhöhen; dies war der Grund, warum auch jetzt der Graf Arbois und Guido beinahe ein Jahr in dem Gefängniß schmachten mußten, ehe das Ziel ihrer Leiden heran nahte . . .
- Egbert und Hugo. Novelle von Karl Geib ― [
ANNO]
Auszug S. 1380
Nach Palästina wallten zum heiligen Kampfe die Ritter. Doch fochten auch im heißen Streit die Christensöhne der Gothen auf Spaniens Auen mit den Arabern. Zur Hülfe der Hartbedrängten wurden manche von Galliens Rittern mit ihren Scharen gewählt. Dort that Hugo sehr brav, und wie Egbert den Genossen Roland hieß, nannten sie ihn Rinaldo. Waffenruhe war jetzt mit den spanischen Saracenen . . .
- Geschichten der Morgenländer, 1-7 ― Johann Jos. Polt [
Národní knihovna ČR 1 ― 2 ― 3-4 ― 5-7]
Incipit (1-7)
Nr. 1. Es war kurz vor dem Bairamsfeste, als eines Tages der Landmann Meloul auf einem Esel ritt, und daneben eine Ziege an einem Stricke führte, der ein Glöckchen um den Hals hing. Melouls Weg ging nach Bagdad, der Chalifen Stadt am Fluße Tigris, der mit dem Euphrat vereint, die grünlichen Wellen in das persische Meer wälzt. Drei Räuber sahen die kleine Karavane des Weges ziehen . . .
Nr. 2. Der Jüngling Beckir erbte nach dem Todes seines Vaters ein großes Vermögen, brachte es aber in kurzer Zeit durch. Zuetzt blieb ihm nichts Verkaufbares mehr übrig, als seine überaus geliebte Sklavin Gulrui, die Rosige . . .
Nr. 3. Chosroes, König von Persien, berief eines Tages seine Veziere zu sich, um mit ihnen über wichtige Gegenstände zu berathschlagen. Als nun die Verhandlung im besten Gange war, fiel ein Skorpion von der Decke herab, und stach den Vezier Zamor in den Fuß . . .
Nr. 4. Die Kaiser von Indien, China und Constantinopel kamen eines Tages an den Hof des persischen Königs Chosroes, dessen Weisheit zu seiner Zeit bewundert wurde, um sich an seiner Einsicht und Gelehrsamkeit zu ergötzen. Unter andern Gegenständen aus dem Gebiete der Moral und Lebensweisheit, kam auch bei einer Zusammenkunft die Frage vor, was dem Regenten das meiste Vergnügen mache . . .
Nr. 5. Ein frommer Muselmann betete in der Moschee: »O großer Gott!« rief er, »nimm mich auf in dein herrliches Paradies, den Sammelplatz der Auserwählten.« Ein altes Weib, welches neben dem Betenden stand, und der dieser Wunsch gar sehr zusagte, fügte eben so laut hinzu: »Großer Gott! auch mir geschehe, wie dieser fromme Muselmann gebetet« . . .
Nr. 6. Der Sohn eines reichen aber geizigen Arabers lag an einer tödtlichen Krankheit darnieder. Man rieth dem Vater die göttliche Barmherzigkeit anzuflehen, unter die Armen einen Hammel zu vertheilen, oder wenigstens einige Kapitel im Koran zu lesen . . .
Nr. 7. Ein wegen seines tadellosen Lebenswandels hochgeehrter Derwisch, kehrte eines Tages bei einem Konfekthändler ein, der ihm ein Gefäß des süßesten Honigs vorsetzte; allein kaum hatte er es aufgedeckt, so setzte sich eine Schaar Mücken darauf . . .
- Geschichten der Morgenländer. Der Betrogene ― J. J. Polt [
ANNO]
Incipit
Osram, der Sohn eines Kaufmanns in Cairo, lebte nach dem Tode seiner Ältern, welche ihm ein großes Vermögen hinterließen, in der Fülle der Freuden und vergeudete in kurzer Zeit den größten Theil seiner Schätze. Plötzlich schreckte er aber aus diesem Taumel auf, und ward mit einem Mahle nicht nur sparsam, sondern sogar geitzig . . .
- Geschichten der Morgenländer. Der Neugierige ― J. J. Polt [
ANNO]
Incipit
Abdul war der Sohn eines Hofbedienten zu Bagdad, und lebte nach dem Tode seines Vaters mit der Mutter in einer Vorstadt. Der junge Mann war von starkem Körperbau, wohlgebildet und mit einem Paar durchdringenden Augen versehen. Er war sehr lebhaft, und voll der gränzenlosesten Neugierde . . .
- Meister Tod (Frey nach mündlicher Ueberlieferung einer persischen Anecdote) ― F. J. Hadatsch [
ANNO]
Incipit
Eben sank die Sonne schwer und schlummernd hinter die Berge, ihr goldener Heiligenschein verglühte am dunklen Blau und leise Lüftchen rauschten säuselnd durch die Bäume, als ein Gärtner zu Bagdad den Spaten aus der Hand legte, und ermattet in die nahe Laube sank . . .
- Wendelin, oder das Weidenrüthlein ― Amadäus (= Wolfgang A. Gerle) [
Národní digitální knihovna]
Auszug S. 6
Im Felde ging es Anfangs recht gut, da im Lager besser geschmaust wurde, als auf Ritter Meinhards Veste; auch lachte dem kaiserlichen Heer der Sieg über den Erbfeind der Christenheit, und Alles war fröhlich und guter Dinge; allein wie alle Sachen auf Erden wandelbar sind, so gefiel es auch dem launigen Kriegsglück, sich wieder auf die Seite der Türken zu wenden, welche von zwei Seiten mit großer Uebermacht auf das Christenheer einstürmten. Viele tapfere Ritter fielen einen rühmlichen Tod, und Ritter Meinhard mit seinem Knappen Wendelin fiel das traurige Loos, in die Gefangenschaft der Muselmänner zu gerathen . . .
- Wie man sich in Persien emporhebt (Aus dem London Magazine) ― [
ANNO]
Incipit
In einer Stadt im Irak lebte Allaverdi, welcher, weit entfernt, seinen Namen (Gott gesandt) Ehre zu machen, ein wahrer Bote des Teufels zu seyn schien, um seiner armen überzärtlichen Mutter und der ganzen Nachbrschaft zur Plage zu leben. Das einförmige Leben bey seiner Mutter ward ihm bald lästig, und er ließ sich täglich seltener dort sehen . . .

- Almansor. Eine Tragödie ― Heinrich Heine [
HAAB]
Personen
Almansor / Hassan / Don Enrique / Zuleima / Aly / Pedrillo / Don Diego / Ein junger Fiedler, ein Harfenspieler, ein Alter, ein Abt, Mauren, Damen, Ritter, Chor
- Mohammed, oder die Eroberung von Mekka. Ein historisches Schauspiel ― Jos. von Hammer [
ÖNB]
Schauplatz
Die Scene ist in den vier ersten Aufzügen zu Medina, im letzten zu Mekka
Personen (Auswahl)
Mohammed / Ebubekr, Omar, Osman, Ali: seine vier Jünger / Aischa, seine Gemahlin / Seid, sein Pflegesohn / Seineb, dessen Weib / Gonaiva, die Tochter des Fürsten des Stammes Mostalek / Abusofian, Scherif von Mekka / Ommi Habiba, seine Tochter / Hinda, sein Weib / Sohail, Gesandter von Mekka / Kaab Ben Sohair, Dichter / Belal, Ausrufer des Gebets

- Giafar und Zaide, oder die Ruinen von Babylon. Eine große romantische Oper in 3 Aufzügen, aus dem Französischen des Guilbert de Pixérecourt, bearbeitet und in Musik gesetzt von Karl Theodor Haßloch ― [
LOC]
Schauplatz
Die Handlung geht vor im Jahre 796 in Bagdad, und in den Ruinen von Babylon, die sich bis Bagdad erstrecken
Personen (Auswahl)
Harun al Raschid, Kalif von Bagdad / Hassan, sein Sohn / Zaide, seine Schwester / Giafar, der Barmezide, Großvezier, ihr Gemahl / Abulcasem, Cheik eines Beduinenstammes / Morad, ein Beduinen-Hauptmann / Agib, ein alter Araber

