▼ Kontexte 1800 — Erzählprosa, Schauspiel, Musiktheater
Abderama der Glückliche ― Schmidt
Die Sorbetschale. Fabel ― Bürkli
Elegie (Aus dem Arabischen) ― Conz
Haruns Traum ― Boie
Kontexte

- Buonaparte und der Prophet in Kairo. Eine Erzählung ― [
MDZ]
Incipit
Als Buonaparte in Kairo eingerückt war, hörte er viel von einem gewissen Morad Than sprechen, der sich selbst für einen Propheten des Höchsten ausgab, und vom Volke auch dafür anerkannt und gehalten wurde. Dieser Mann gieng umher, prophezeite, und sagte den Franzosen Sottisen. Der Feldherr ließ einige Mitglieder des eingesetzten Divans, und einen Kadi kommen . . .
- Der persische Schatzmeister in einer Kapuzinerkutte. Eine wahre Begebenheit ― [
MDZ]
Incipit
Die Römischen Kapuziner haben in Ispahan ein Hospitium; es heißt Mission. Handlungsinteresse vermochte den Persischen Regenten den Katholischen Gottesdienst in seinem Reiche zu gestatten. Die Christen besuchen die Kirche, beten, und finden an den Geistlichen Aerzte . . .
- Der Trost im Unglück ― Ludwig Immanuel Snell [
MDZ]
Incipit
Ein Armer Derwisch wallfahrtete barfuß nach Mekka, weil er nicht so viel hatte, daß er seine Füße bekleiden konnte. Der heiße Sand, über den er gieng, brennte sie wund; er klagte über die Strenge des Schicksals, und nennte die Vorsehung ungerecht . . .
- Die Rache. Eine Erzählung ― [
MDZ]
Incipit
»Nenne mir ― sagte der Kommodore Sidney Smith zu dem Aga der Janitschaaren; ― den Namen jenes muthigen Jünglings. Unverdrossen und thätig sah ich ihn stets unter den Kriegern einher wandeln, und bei dem gestrigen Ausfall focht er mit einer Tapferkeit, die meine ganze Aufmerksamkeit auf ihn zog. Wer ist er, dieser wackere junge Mann?« . . .
- Eine arabische Erzählung ― [
MDZ]
Incipit
Drei Araber sassen einst im Vorhof des Tempels zu Mecca, und sprachen über mancherlei, und zulezt auch über die Freundschaft. Nun erhob sich unter ihnen ein lebhafter Streit, denn ein jeder wollte den treuesten Freund besitzen. Endlich kam man überein, dass ein jeder seinen Freund auf die Probe setzen sollte . . .
- Wahrheiten mit und ohne Hülle ― 2 Bändchen (Jena)
Zum Inhalt
ENTHÄLT u.a.: Todte wieder aufwecken. Persische Erzählung ― Feridoun’s Lehren oder Manoudgehet ― Der gute Sultan ― Behram ― Der König, der Vezier und dessen 2 Zöglinge ― Nouschirvan ― Der Muselmann, seine Gattin und die Aelster ― Hormouz ― Adhad-Eddoulat ― Zug der Gerechtigkeit des Kalifen Mastanged ― Des Kalifen Mastanged Wohlthätigkeit ― Mahmoud ― Der persische Hof ― Der Vezier und der Bettler ― Der Derwisch und der Kalife ― Die Vögel vom Gebürge Caf. Arabische Erzählung ― Schedads Paradies
- Weisheit ist das Kind der Erfahrung ― [
MDZ]
Incipit
Einsam und entfernt vom Kampfplatz der Leidenschaften und Thorheiten der großen Welt lebte Ibrahim Hassan, im Zirkel seines kleinen Haushalts, auf einem zehn bis zwölf Tagesreisen von Konstantinopel gelegenen Landhause . . . Den Ruf seiner Weisheit begleiteten die Segnungen der Armen und Weisen [!], die in ihm einen Wohlthäter und Vater fanden. Nur diejenigen Zerstreuungen, welche ein wohlgeordneter Haushalt gewährt, durften seine Einsamkeit beleben . . .
- Wie muß man Wahrheit sagen? ― [
MDZ]
Incipit
In den stillen Ebenen Diarbecks verlebte Saled [!] mit einem Kalender die ersten Jahre seiner Jugend. Er war der Sohn eines Renegaten, der im Kummer und Elend seine Tage hinbrachte, und endlich aus Noth sich gezwungen sah, seinen Sohn der Großmuth oder der Habsucht der Menschen auszusetzen. So führte das Schicksal Saled in des Abu ― so hieß der Kalender ― Gesellschaft . . .

- Gülnare oder die persische Sklavin. Ein komisches Singspiel in einem Aufzuge. Nach dem Französischen des Marsollier frey übersetzt von Lippert. Die Musik ist von Herrn Franz Xav. Süßmayer ― UA Wien, Juli 1800 [
MDZ]
Bühnenanweisung
Das Theater stellt das Innere eines mehr eleganten, als reichen Zeltes vor. Es ist offen, so, daß man eine lange Reihe von Bäumen, und mehrere Zelte eines hinter dem anderen sehen kann. Im Grunde sieht man die Stadt Ispaham [!]
Personen
Osmin, Herr und Geliebter der Gülnare / Dely, persischer Prinz, prächtig und in Gülnaren verliebt / Ibrahim, Hoflieferant des Mogols, reich, geizig und kränklich / Seid, Mäckler, lustig und menschenfreundlich / Omar, sein Gehülfe, nemlicher Charakter / Gülnare, Sklavin, berühmt durch ihre Talente und Verstand / Mehrere Sklavinnen, Schwarze, Verschnittene
- Heroine, oder Die schöne Griechin in Alexandria. Ein militärisches Schauspiel mit Gesang in drey Aufzügen, für die Marinellische Schaubühne, von Karl Friedrich Hensler. Die Musik ist vom Herrn Wenzel Müller ― UA Wien, Juni 1800 [
Hathi] [
LOC]
Bühnenanweisung 1. Aufzug
Türkisches Lager. Ibrahim Bachir, unter einem Gezelt, er hat eine Schrift in der Hand. Murad Selim, Assad, Surinad. Viele vornehme Muselmänner, Janitscharen, Volk. Nach der militärischen Ouverture beginnt der kriegerische Chor:
Auf in den Krieg!
Auf nun zur blutigen Fehde,
Hört ihr’s, schon tönt die Trompete;
Allah schützt seine Gerechten,
Laßt uns wie Moslemims fechten,
Auf nun zum Sieg!
Personen (Auswahl)
Ibrahim Bachir, Scheick von Alexandria / Murad Selim, Aga der Janitscharen / Assad, sein Sohn / Myrza, seine Geliebte / Kußra, ihre Sklavin / Oßmann Mustapha, Bassa von Zehra / Lemsi, ein griechischer Kaufmann in Alexandria / Elim, ein Araber / Surinad, ein Magier / Levi, Abraham: ägyptische Juden / Fatime, Lisena, Rosolis, Almina, Rezia, Delila: Sklavinnen im Harem / Ali, Wächter des Harems
- Mudarra, Singspiel in 4 Akten von C. Herklots, in Musik gesetzt von B. A. Weber ― UA Berlin, März 1800 [
MDZ]
Beginn 1. Akt
Der erste Akt beginnt mit folgendem »Chor der Sarazenen«:
Dank dir Allah! Preis und Dank,
Dir und dem Propheten!
Retter aus des Todesnöthen!
Höret! höret!
Euch verehret
Eures Volkes Lobgesang!
Personen (Auswahl)
Graf Velasquez, Herr einer Grafschaft in Valentia / Gonzalvo, sein Bruder / Isabelle, Tochter des Velasquez / Sabine, ein Hirtenmädchen / Zako, ein Mohrensklave / Mudarra, Fürst von Murzia / Benhamid, Feldherr des Maurischen Heeres / Achmet, sein Sohn
- Osmann, Dey von Algier. Ein scherzhaftes Singspiel in zwey Aufzügen für das Kurfürstliche Theater ― Musik: Joseph Schuster, Libretto: Giacomo Cinti, UA Dresden, April 1800 [
SLUB]
Schauplatz
Der Schauplatz ist die Residenz des Dey
Personen (Auswahl)
Osmann, Dey von Algier / Bettina, Sclavinn des Dey / Ramiro, Sclave des Dey / Selim / Ormuf, Hofnarr des Dey / Zurla, eine alte Mohrinn, Sclavenhüterinn / Feda, Dima: Favoritinnen des Dey / Amurat, Befehlshaber der Wache des Dey / Derwische
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