▼ Übersetzungen | ▲ Satiregedichte
▼ Kontexte 1897 — Erzählprosa, Schauspiel, Musiktheater
Der Dank des Schah ― Barack
Der Liebesbronnen ― Kastner
Der Scheik = In der Wüste (1895) ― Klaar
Der Scheikh und der Emir ― Barack
Der Tabak (Eine arabische Sage) ― Leiningen-Westerburg
Des Scheikhs Pilgerfahrt nach Mekka ― Barack
Die Bekehrung ― Barack
Die dummen Weißen ― Barack
Die Entstehung der Ohrringe (Orientalische Sage) ― Leiningen-Westerburg
Die Mücke ― Süddeutscher Postillon
Die Sphinx ― A. v. Gaudy
Fata Morgana ― Glauch
Fatinga = Ringelgedicht (1889) ― Liliencron
Hafisisch ― Poppe
Im Harem ― Edward
Ismail ― Fitger
Mekka ― Rechert
Muhammed ― Liebmann
Paradiesvögel ― Knorr
Persische Geschichte ― Kladderadatsch
Teilung der Türkei nach der Quarterly Review ― Chillonius
Trema Bisanzio! (1854) ― Brieger
Vergessen und Vergeben (Nach dem Persischen) ― Waldmüller-Duboc
Welt-Geheimniß ― Roeber
Wüstenbilder [aus dem Zyklus Die Königin von Saba] ― Linke
Wüstenlied ― Poppe
Übersetzungen
- Aus »Ferischtas Phantasien« ― Ruete
Kontexte

- Der letzte Mameluke ― Fanita Meindl [
MDZ]
Incipit
An dem offenen Fenster ihres Gemaches stand die schöne Fürstentochter Chahanda. Sie übertraf an Schönheit ihre Mutter selbst, die reizende Tscherkessin Güsida, die Lieblingsgemahlin Mehemet-Alis, des mächtigen Vicekönigs von Aegypten. Von ihr hatte sie den durchsichtigen, fast bläulich-weißen Teint ererbt, an dem sich das zarte Geäder in feinen, blauen Linien abhob. Ihre nachtschwarzen Augen voll stillen Feuers waren von langen, seidenweichen Wimpern verschleiert, um deren Glanz zu mildern . . .
- Der Tod der Barmekiden. Arabischer Haremsroman ― Paul Scheerbart [
ÖNB]
Incipit (Prolog)
Der Orient ist gross. Und die Geister des Orients sind auch gross. Wenn’s Neumond ist, versammeln sie sich auf Demawand und benehmen sich da sehr laut ― sehr laut. Die Dschinnen kreischen und quieken. Die Drachen fauchen und grunzen. Die Feeen zischen und quarren. Die Zwerge husten und prusten . . . Alte Graubärte halten lange lange Reden. Und dazwischen donnert’s, dass das ganze Gebirge platzt. Gleich danach klingen von unten herauf helle feine Glocken ― die guten Geister flüstern und singen dazu. Und dann schreien plötzlich Alle durcheinander. Wüster Lärm! Wüster Lärm! . . .
Incipit (Hauptstück)
Fern im Osten wird es Tag. Hinter Bagdad am Tigris geht die Sonne auf ― ganz langsam. Und die Paläste des grossen Chalifen Harun al Raschyd kommen ― auch ganz langsam ― in den Vordergrund. Alles funkelt in der Morgensonne, wie indische Edelsteine funkeln. Und es dreht sich das weite Parkgebiet Haruns mit seinen unzähligen Schlössern, Thürmen und Kiosken, mit seinen Blumen und Seeen, mit seinen Palmen und Bananen wie ein grosses Karusell, sodass die Europäer Unzähliges sehen können. Aus den mächtigen Hallenpforten treten grellgekleidete Frauen heraus. Und überall wimmelt’s von schwarzen Sklaven . . .
- Scheba et Thar. Reiseerzählung von Dr. Karl May ― [
KMG]. Später in »Im Reiche des silbernen Löwen« (1898) eingearbeitet
Incipit
Es ist geradezu rührend, die hunderte und aberhunderte von Zuschriften zu lesen, in denen ich nach meinem kleinen, wackeren Hadschi Halef Omar gefragt werde, welcher sich die Sympathie meiner lieben Leserinnen und Leser in so hohem Grade erworben hat. Alle wollen wissen, ob er noch lebt, und wie es ihm ergeht. Da es mir vollständig unmöglich ist, jeden dieser Briefe zu beantworten, mag die folgende Erzählung als Gesamtauskunft betrachtet werden . . .

